Häcksler

Häcksler – fleißige Helfer in jedem Garten

Und wieder beginnt ein Gartenjahr. Dann startet für Hobby- und Gelegenheitsgärtner die neue Gartensaison. Viele sehen den frühjährlichen Arbeiten im eigenen Garten voller Freude entgegen, denn nach der kalten Jahreszeit geht es wieder hinaus in die Natur hinterm Haus oder vor der eigenen Haustür.
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Die Aufräumarbeiten, die anstehen, sind allerdings vielfältig und erfordern weit mehr als das Zusammenkehren von Laub und das Einbringen von neuen Pflanzen in die Beete. Man sollte, wenn es die Witterung erlaubt, unbedingt die Zeit der ersten wärmenden Sonnenstrahlen, etwa bis Mitte März nutzen, um an Bäumen, Sträuchern und Hecken die nötigen Schnittarbeiten auszuführen. Dabei fällt jede Menge Schnittgut an. Häcksler für den Garten – Ihr Einsatz bitte!

Baum-, Strauch- und Heckenschnitt – der Häcksler für den Garten macht Sperriges ganz klein.

Erfahrene Hobbygärtner wissen, wie wichtig gerade im Frühjahr der umfassende Baum-, Strauch- und Heckenschnitt ist.  Hier ist der Einsatz eines Häckslers von unschätzbarem Wert. Arbeit für den Häcksler gibt es aber auch im Sommer und verstärkt wieder im Herbst, um den Garten für die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Dass dabei jede Menge Schnittgut anfällt, lehrt jeden Gartenfreund die Erfahrung. Das Schnittgut, Zweige, kleinere Äste und mehr, ist oft sperrig und muss, wenn keine Häckselmöglichkeit besteht,  umständlich zu einem Wertstoffhof oder einer Sammelstelle für Gartenabfälle abtransportiert werden. Dieser Abtransport ist zunächst einmal alternativlos, da Gartenabfälle keinesfalls in den Hausmüll gehören. Die wertvollen Rohstoffe können und sollen nutzbringend in einen natürlichen Kreislauf zurück geführt werden.

Eine Alternative zum „Entsorgen“ des Schnittguts bei einer städtischen oder örtlichen Sammelstelle gibt es allerdings doch. Man kann es schon vermuten: der Häcksler für den eigenen Garten.

Solch ein Häcksler liefert in der Tat wertvolle Dienste. Oder noch deutlicher gesagt: Wer das anfallende Schnittgut im Garten schnell und zuverlässig zerkleinern und anschließend sinnvoll nutzen will, kommt an einem Häcksler eigentlich nicht vorbei. Er zerkleinert, schreddert oder quetscht zuverlässig Zweige, kleine Äste und die anderen sperrigen Gartenabfälle. Solch ein Häcksler ist in der Lage, das Volumen des Gartenabfalls deutlich, etwa um 75%, zu verringern. Das ist schon eine stolze Leistung!

Zurück in den Kreislauf der Natur

Das Häckselgut kann anschließend entweder in den Beeten als Mulch Verwendung finden, als Strukturmaterial dem Kompost beigefügt oder als biologischer “Dünger“ direkt dem Humus untergemischt werden. So entfällt die leidige Entsorgung und gleichzeitig erweist man der Natur durch Weiterverwendung und Zurückführung natürlicher Materialien in den Kreislauf der Natur einen sinnvollen Dienst.

Den passenden Häcksler gibt es für jeden Garten

Wer sich einen Häcksler anschaffen will, sollte zunächst einmal gut überlegen, was das Gerät leisten soll bzw. muss und welche „Bauart“ bzw. Leistungsstärke für die individuellen Bedürfnisse sinnvoll ist. Hierbei gilt: Zunächst einmal hängt die Wahl des passenden Häckslers und seiner Leistungsstärke von Art und Menge des Schnittguts ab, das durchschnittlich anfällt. In einem kleinen, überschaubaren Garten ist die anfallende Menge sicher deutlich geringer als z.B. in einem großen Prachtgarten. Und weiter gilt es zu überlegen: Welcher Art ist das Schnittgut überwiegend. Bei vorwiegend holzigem Schnittgut kann, beispielsweise, ein anderer Häcksler sinnvoll sein als bei eher weichen Abfällen.

Wohin mit dem Häckselgut? Als Mulch auf die Beete oder auf den Kompost?

Vor dem Häckslerkauf sollte man sich aber auch im Klaren sein, was man im Anschluss an den Häckselvorgang mit dem Häckselgut machen möchte. Soll es etwa zum Mulchen verwendet werden oder eher zur Kompostierung? Im ersten Fall ist beispielsweise ein Messerhäcksler zu empfehlen, im letzteren eher ein Walzenhäcksler. Lesen Sie weiter unten mehr über die verschiedenen Häckslerarten.

Welcher Häcksler ist der richtige?

Ein guter Häcksler zeichnet sich nicht nur durch Motorstärke oder einen besonders hohen Preis aus. Wichtig ist eine insgesamt perfekt aufeinander abgestimmt Technik.

Bei der Wahl des passenden Häckslers kommt es also vorwiegend auf die Gegebenheiten im eigenen Garten an und damit auf das individuelle Schnittgut, bzw. was daraus werden soll.  Welchen Anforderungen ein Häcksler tatsächlich gerecht werden muss, sollte Leitlinie für die Kaufentscheidung sein.

Es gibt eine große Zahl von Anbietern, Ausführungen und Modellen mit ganz unterschiedlichem Leistungsumfang. Kaufinteressenten finden einen Markt vor, auf dem man auch enorme Preis- und Qualitätsunterschiede feststellen kann. In Tests schneiden die verschiedenen Arten von Gartenhäckslern sehr unterschiedlich ab. Nicht immer macht die reine Motorkraft einen guten Häcksler aus, oder ein besonders hoher Preis, sondern eine insgesamt perfekt abgestimmte Technik. Preisgünstige Elektro-Häcksler sind schon um 100 Euro zu haben, die obere Grenze liegt etwa bei 700 Euro. Wie immer gilt: Preise zu vergleichen ist sinnvoll und kann helfen, so manchen Euro zu sparen.
Stellvertretend für das fast unüberschaubare Angebot stellen wir hier auf haecksler-garten.de einige sorgfältig ausgewählte Häcksler vor, die bei Gartenfreunden und Hobbygärtnern besonders beliebt sind, in Tests und im Gebrauch ihr Können unter Beweis gestellt haben und daher immer wieder gerne gekauft werden.

Messerhäcksler oder Walzenhäcksler?

Das erste und wichtigste Unterscheidungsmerkmal von Häckslern ist die Art und Weise, w i e  ein Gerät häckselt – das System, wenn man so möchte.
Messerhäcksler zerkleinern das Material mithilfe schnell rotierender Messer. Bei Walzenhäckslern hingegen kommen Walzen zum Einsatz, die mit ihren scharfkantigen Zacken Äste und Zweige eher zerquetschen als zerstückeln. Beide Systeme haben ihre Besonderheiten und natürlich auch Vor- und
Nachteile.

Messerhäcksler arbeiten schnittig, schnell, aber auch laut

Bei Messerhäckslern sind es die äußerst scharfen Klingen, die an einer schweren, rotierenden Schwungscheibe sitzen. Sie zerkleinern die eingeführte Äste und Zweige schnell und mühelos. Das Häckselgut verlässt den Häcksler in kleinen Stücken, kleiner, als dies bei Walzenhäckslern der Fall ist.

Ein Messerhäcksler ist darüber hinaus dann eine gute Wahl, wenn überwiegend holziges Schnittgut
zu zerkleinern ist. Das Häckselgut beim Messerhäcksler sind dünne, flache Holzstückchen, man nennt sie auch Chips, die sich aufgrund ihrer Beschaffenheit nur sehr langsam zersetzen. Diese eignen sich perfekt für ein klein- oder großflächiges Abdecken des Bodens mit unverrotteten organischen Materialien, das Mulchen. Messerhäcksler liefern also das perfekte Mulchmaterial.

Allerdings haben Messerhäcksler, und dies wird von vielen Nutzern als störend und negativ empfunden, eine hohe Betriebslautstärke, sind also ziemlich laut bei der Arbeit. Vor allem, wenn man „geräuschempfindliche“ Nachbarn hat, könnte dies zum Problem werden.
Auch was das Thema Sicherheit betrifft, haben Messerhäcksler gegenüber ihren Konkurrenten mit Walzentechnik einen entscheidenden Nachteil: Ein langer Ast, der in den Einfülltrichter geschoben und von den schnell rotierenden Messern erfasst wird, kann schnell einmal peitschenartig ausschlagen. Hier ist also erhöhte Vorsicht geboten.
Deshalb empfehlen gerade auch Hersteller eindringlich, beim Betrieb eines Messerhäckslers grundsätzlich einen Gehörschutz zu nutzen, und auch auf Schutzhandschuhe, ein Cap und vor allen Dingen auf eine Schutzbrille keinesfalls zu verzichten.

Außerdem, auch das sollte hier nicht unerwähnt bleiben, gilt es, auf Nachbarn Rücksicht zu nehmen und nicht zu Zeiten häckseln, die der Ruhe gelten: frühmorgens, um die Mittagszeit, besonders auch am Wochenende!

Walzenhäcksler arbeiten langsamer, leiser und sicherer

Beim Walzenhäcksler (den man aufgrund seiner geringeren Betriebslautstärke auch Leisehäcksler nennt) wird das Häckselgutes mithilfe einer Schneidwalze, die sich vergleichsweise langsam um ihre eigene Achse dreht, zerkleinert. Das Schnittgut wird  durch den langsamen Drehvorgang selbsttätig in den Häcksler gezogen. Eine Schneidwalze, die einem Zahnrad gleicht, zerstückelt zunächst mit geschärften Zähnen Zweige, Äste und andere Gartenabfälle, die im Anschluss zwischen der rotierenden Messerwalze und einer Gegenplatte regelrecht gequetscht werden. Diese Quetschtechnik ist ideal, wenn das Häckselgut als Zusatz zum Dünger oder auf dem Komposthaufen landen soll. Es verrottet zügig, weil es Mikroorganismen leichter gelingt, in die aufgebrochenen Fasern einzudringen. Walzenhäcksler produzieren also das perfekte Kompostmaterial.

Auch Walzenhäcksler flüstern nicht, sie arbeiten jedoch, verglichen mit einem Messerhäcksler, deutlich leiser. Für einen Großteil der Nutzer stellt dies einen entscheidenden Vorteil gegenüber einem Messerhäcksler dar.

Auch in punkto Sicherheit bei der Arbeit (sh. oben, z.B. beim Einfüllen von langen Ästen in den Trichter), haben Walzenhäcksler die Nase vorn. Als Nachteil wird jedoch oft empfunden, dass das Häckseln mit einem Walzenhäcksler generell mehr Zeit in Anspruch nimmt und er, was den Zerkleinerungsgrad des Häckselgutes betrifft, an einen Messerhäcksler kaum heran kommt.

Der Trend geht heutzutage eindeutig zu den Walzenhäckslern, auch wenn sie, preislich gesehen, im Schnitt deutlich höher angesiedelt sind als Messerhäcksler.

Benzinhäcksler – Häcksler mit Benzinantrieb sind stark und unabhängig

Die großen Vorteile eines mit Benzin betriebenen Häckslers sind eindeutig der nicht benötigte Stromanschluss, sowie die z.T. erheblichen Mehrleistungen gegenüber den mit Strom betriebenen Häckslern. Die Leistungen der Elektrohäcksler hören bei ca. 2800 Watt auf und das hat einen guten Grund: Mehr Leistung kann aus dem 230V-Netzstrom nicht gewonnen werden.

Benzinhäcksler hingegen beginnen mit Leistungen von 4000 Watt, wobei die Leistungswerte nach oben weit offen sind. Diese werden jedoch in der Praxis vor allen Dingen vom Gewicht des Häckslers und der Transportierbarkeit, aber auch vom Preis begrenzt. Die Leistungsdaten von Benzinhäckslern und ihre Robustheit, aber auch ihr Preis, empfehlen die Geräte also eher für den semiprofessionellen bis professionellen Gebrauch, weniger für den Gebrauch im eigenen kleinen Garten.

Häcksler und ihre Schnittleistung

Häcksler mit Strombetrieb: 230 Volt, bis ca. 2800 Watt, bis zu 4,5 cm Schnittleistung
Häcksler mit Drehstrom (spezielle Steckdose und Stecker): 400 Volt, bis ca. 4000 Watt, bis zu 5,5 cm Schnittleistung
Benzinhäcksler/Verbrennungsmotor: ab 4 kW- 11 kW, Schnittleistung bis ca. 10 cm

  • Bei normalen Häckslern im 230 Voltnetz kann man eine Schnittleistung von bis zu 4,5 Zentimetern Aststärke erwarten. Dies gilt vor allem für frisches Schnittgut. Älteres, trockenes Material,  lässt die Schnittleistung etwas sinken.
  • Ein Häcksler mit Benzinbetrieb und 400 Volt Drehstrom bringt es auf max. 4000 Watt. Zu erwarten ist eine um ca. 1 cm höhere Schnittleistung, also bis ca. 5,5 cm. Der Verbrennungsmotor eines Benzinhäcksler kann natürlich deutlich höhere Leistungen erzeugen, die Leistung beginnt bei ca. 4000 Watt. Bezahlbare Benzinhäcksler ( Klasse: 700 – 1000 Euro) leisten bis zu 11 kW (z.B. der DenqbarDQ-0232), bei einer Leistung von über 10 kW dürfte eine realistische maximale Schnittleistung  von 10 Zentimetern zu erwarten sein.
Häcksler Test im Garten
Bei Baumfällarbeiten kann ein Häcksler nur begleitend eingesetzt werden. Lediglich die kleineren Zweige und Äste (bis 4,5 cm) können mit einem handelsüblichen Gartenhäcksler mit Elektroantrieb zerkleinert werden. Ein Benzinhäcksler schafft max. 10 cm Aststärke.

Häcksler kaufen – Auswahlkriterien und Empfehlungen

Geringstmögliche Lautstärke: Walzenhäcksler

Kompostierbares Häckselmaterial: Walzenhäcksler

Material für Beetabdeckung (Mulch): Messerhäcksler

Preis/Leistungsverhältnis:  Messerhäcksler

Kein Stromanschluss vorhanden, große Mengen an Schnittgut: Benzinhäcksler

Schnittgut über ca. 3 – 4 Zentimeter: Häckslerleistung mindestens 2800
Watt oder Benzinhäcksler

Neben diesen Kriterien, das sei bei jeder Kaufentscheidung mit zu beachten, ist es sinnvoll zu prüfen, ob die Ersatzteilversorgung sichergestellt ist. Besonders Messer und Walzen der verschiedenen Häckslertypen sind verschleißanfällig und sollten bei Ersatzbedarf leicht und kostengünstig zu beschaffen sein.